Unsere fast 5-wöchige Reise durch Amerikas "wilden" Westen haben wir erfolgreich abgeschlossen. Müde, aber mit zahlreichen, teilweise atemberaubenden Eindrücken und Bildern,
mit durchgestandenen Abenteuern, haben wir eine anstrengende über 6.000 Kilometer lange Tour mit dem Auto beendet. Giesela hat nahezu 5.000 Fotos geschossen, mein Videomaterial
hat eine Länge von über 7 Stunden.

Fotos und Videoclips sind auf der Seite "Abenteuer" auf Gieselas Fotogalerie eingestellt.

Für Interessierte hier ein kurzer Reisebericht:


Unsere Sightseeing Tour begann in Denver mit Regen und Komplikationen bei der Mietwagenübergabe, Weckeralarm um Mitternacht, und Schneeschauern am nächsten Tag bei der Abfahrt Richtung Moab, Ausgangspunkt zu den ersten Nationalparks. Kein schöner Beginn, zumal unsere Fahrt abrupt unterbrochen wurde, weil ein Truck eine Brücke ein- und die gesamten Fahrbahnen weggerissen hatte. Nach Verlassen einer Umleitung und der Area von Denver wurde mit dem Wetter auch alles andere besser. Bis zum Ende unserer Reise begleiteten uns Sonne, Wärme und Hitze, und blauer Himmel. Da konnten uns vorübergehende Halsschmerzen, Schnupfen, Durchfall und Übelkeit nur kurzzeitig beeinträchtigen.

Unser erstes Ziel, der Arches NP bot uns mit seinen durch Erosion entstandenen Stein-Bögen und dem Delicate-Arch, dem weltbekannten Wahrzeichen des Staates Utah, ungewöhnlich schöne Eindrücke. Diese fanden im nachfolgenden Canyonlands NP ihre Fortsetzung. Im Monument Valley, deren Monumente für viele Westernfilme als Kulisse dienten, fühlten wir uns in die imaginäre Welt eines John Wayne versetzt.
 
Der Upper und der Lower Canyon im Antelope Canyon eröffneten uns bisher nicht gesehene Licht- und Farbenspiele durch Lichteinfälle in schmale aber hohe Slots, wie von Künstlerhand geschaffene fiktive Kunstwerke.
 
Eine urige Lodge am North Rim des Grand Canyons war Ausgangspunkt für weite Einblicke in die scheinbare Unendlichkeit des Grand Canyons. Immer wieder überwältigend dann die Emotionen am Rand des South Rim, mit seinen vielen Viewpoints, beim Blick in den Canyon und auf den sich windenden Colorado.
 
Unvergeßlich der 3-stündige Abstieg in den Grand Canyon über den South Kaibab Trail, und fast dramatisch der 7-stündige Wiederaufstieg. Viel zu unproblematisch und schnell verlief unser Abstieg von ca. 9 km Länge und 1,3 km Tiefe, bis etwa 200 m oberhalb des Colorados und der Phantom Ranch. Umsomehr beschwerlich und mühsam der Wiederaufstieg bei sengender Sonne ohne Schatten, kaum zu ertragender Hitze, Sandstürmen und rationiertem Wasser. Steilere Abschnitte konnten wir teilweise nur mit wenigen Schritten und anschließenden Atempausen bewältigen und waren am Ende sehr erschöpft und froh, wieder am Ausgangspunkt angekommen zu sein.
 
Der Bryce Canyon dann ganz anders in Formen und Farben, und auch weniger gewaltig und bedrohlich als der Grand Canyon. Aber einzigartig und wunderschön, und der Abstieg und Wanderungen im Canyon hier vergleichweise eher eine Erholung.
 
Ein vollkommen anderes Bild der Zion NP. Mit Seen und Bergen versehen, grün und bewaldet, eine wohltuende Abwechslung.
 
Auf dem weiteren Weg dann die Wüsten- und Spielerstadt Las Vegas mit seinen vielen und bekannten, Casinos beherbergenden Hotels, mit viel Farbe, Lärm und Leben, und Hitze.
Wir wollten es erlebt haben, aber es ist nicht unsere Welt.
 
Anschließend unsere Fahrt durch das Death Valley, eine Wüste aus Salz und Sand und Dünen, mit einer kaum zu ertragenden flimmernden Hitze.
 
Eine willkommene Abwechslung dann im grünen und nach Tannen duftendem Sequoia NP, mit den weltgrößten Mammutbäumen von fast 100 Metern Höhe und einem Durchmesser von etwa 7 Metern.
 
Der Yosemite NP mit seinen Wasserfällen, dem Monoliten Half Dom und dem El Capitan, bildete dann den Abschluß der besuchten Nationalparks.
 
Was zum Ende unserer Reise folgte, war San Francisco mit seiner berühmten Golden Gate Bridge, der Bay-Bridge, den Aussichtspunkten Twin Peaks und Alamo Square mit Blick auf die Skyline von SF und den „Seven Sisters“. Die legendäre Cable Car, Fishermans Warf, die Lombard Street und vieles mehr.
 
Die anschließende Fahrt auf der Küstenstraße Highway Nr. 1 war bei bestem und klaren Wetter ein Erlebnis für sich, mit beeindruckenden Blicken auf die Küste des Pazifik und die vielen weltbekannten Badeorte wie z.B. Santa Cruz, Monterey oder San Simeon.
 
Los Angeles, Hollywood mit seinem bekannten Sign, und mit seinem Walk of Fame, war dann Endstation unserer Reise. Eine Abenteuerreise mit vielen neuen Bildern und Eindrücken, mit vielen Auffrischungen zurückliegender Reisen, unterm Strich atemberaubend schön, abenteuerlich, aber auch anstrengend mit nicht wenigen Stresssituationen und auch einigen Ängsten. Aber eben auch eine Reise, die wir unter keinen Umständen missen möchten, und von der wir noch lange Zeit zehren werden.